Bubikopf pflegen – Tipps zum Gießen, Schneiden und Düngen

Das Bubiköpfchen ist unter anderem so beliebt, weil es eine anspruchslose Zimmerpflanze ist. Ein paar Hinweise zur Pflege sind aber trotzdem zu beachten.

Bubikopf vermehren
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Das Bubiköpfchen (Soleirolia soleirolii) zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Nicht selten haben die Pflanzen die Form der angesagten Frisur aus den 1920er Jahren. In Ampeln oder Pflanzschalen angeordnet, wachsen die dünnen Blattadern auch dekorativ nach unten. Ebenso lässt sich der Bubikopf sehr gut als Bodendecker einsetzen, in klimatisch begünstigen Landstrichen sogar ganzjährlich im Freien.

Was bei der Pflege dieser recht anspruchslosen Anfängerpflanze trotzdem zu beachten ist, können Sie hier nachlesen.

Wie kam der Bubikopf zu seinem Namen und wo stammt er her?

Ideale Bedingungen kann der Hobbygärtner für seine Pflanzen nur schaffen, wenn er deren Herkunft und Geschichte kennt. Die natürliche Heimat des Bubiköpfchens liegt im Mittelmeerraum. Vorrangig auf Mallorca, Elba oder Korsika ist die Pflanze zu Haue. Die Pflanzen sind folglich an das subtropische Klima mit warmen, niederschlagsarmen Sommern und milden, feuchten Wintern angepasst. Bubiköpfe wachsen bevorzugt auf Felsen oder unter Bäumen. Auch in Mauerfugen oder zwischen den Trittplatten ist der anspruchslose Bubikopf häufig anzutreffen.

Seinen Namen (Helxine soleirolii) verdankt das Bubiköpfchen Joseph Francois Soleirol. Der Botaniker sammelte die Pflanze im 19. Jahrhundert auf Korsika und beschrieb sie ausführlich.

Den Bubikopf richtig gießen

Der Bubikopf benötigt ganzjährlich eine gleichbleibende Feuchtigkeit. Dies ist bei Zimmerpflanzen eher selten. Viele Vertreter werden im Winter nur sporadisch bewässert. Bei Kakteen wird das Gießen zum Beispiel komplett eingestellt. Wenn auch immer ausreichend gegossen werden sollte, es darf dabei nicht zu Staunässe kommen, denn diese ist der größte Feind der Pflanze. Es gilt also stets, überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder dem Untersetzer zu entfernen.

➔ Tipp: Besonders bei kühlerem Stand ist Staunässe für die Pflanze gefährlich. Die Folge ist nicht selten Wurzelfäule.

Ganz wichtig bei der Bewässerung des Bubiköpfchens ist, die Pflanze nicht von oben zu bewässern. Der Bubikopf sollte stets von unten gegossen werden. Das Wasser wird also direkt in den Übertopf oder Untersetzer gefüllt. Im Handel sind spezielle Untersetzer erhältlich. Diese verfügen über einen Docht, welcher sich in das Pflanzgefäß drücken lässt und so die Wasseraufnahme erleichtert.

➔ Achtung: Stehendes Wasser sollte aus den Untersetzern und Übertöpfen spätestens nach einer halben Stunde entfernt werden. Dann hat sich die Pflanze ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und Staunässe lässt sich vermeiden.

Den Bubikopf gießen in Stichworten:

  • ganzjährlich konstanter Feuchtigkeitsbedarf
  • Pflanze darf nicht austrocknen
  • Substrat leicht abtrocknen lassen
  • immer von unten gießen
  • Staunässe vermeiden

Den Bubikopf richtig düngen

Der Nährstoffbedarf des Bubikopfes ist als recht gering einzustufen. Die Düngung mit herkömmlichen Flüssigdünger für Grünpflanzen kann zu einem gesunden Pflanzenwachstum beitragen, sollte jedoch nur in Maßen erfolgen. Dabei wird ausschließlich in den Monaten Oktober bis März gedüngt.

➔ Achtung: Die Düngerlösung darf die Blätter des Bubikopfes nicht berühren. Dies könnte am Blattwerk zu Verbrennungen führen.

Um beim Aufbringen der Düngerlösung den Kontakt mit den oberirdischen Pflanzenteilen zu vermeiden, kann der Dünger direkt ins Gießwasser gegeben werden. Wer seine Pflanzen von oben düngt, sollte den Bubikopf nach der Düngung kurz mit Wasser abduschen und die Blätter gut trocknen lassen.

Den Bubikopf düngen in Stichworten:

  • mäßiger Nährstoffbedarf
  • Flüssigdünger für Grünpflanzen verwenden
  • Düngen nur zwischen Herbst und Frühling
  • Blätter dürfen nicht in Kontakt mit dem Dünger gelangen

Muss der Bubikopf zum Friseur?

Es kommt ganz darauf an, ob der Bubikopf seine natürliche Form behalten soll oder üppig wachsen darf. Die Pflanzen wachsen recht schnell und durch das Kürzen der Triebe lässt sich eine buschige Form erhalten, bzw. herausarbeiten.

➔ Tipp: Ampelpflanzen müssen nicht geschnitten werden.

Es lässt sich zwischen Pflege- und Formschnitt unterscheiden. Um den von Natur aus kugeligen Wuchs zu erhalten, müssen Sie die Pflanze regelmäßig in Form schneiden. Dabei kann zu einer herkömmlichen Haushaltsschere gegriffen werden. Wer beim Formschnitt Kreativität beweisen möchte, kann sich auch an eckige Schnitte wagen oder den Bubikopf in ein Herz verwandeln.

Ein Pflegeschnitt macht sich notwendig, wenn die Pflanzen zu dicht wachsen. Dies ist daran zu erkennen, dass die Triebe in der Pflanzenmitte zu welken beginnen. Sind einzelne Triebe besonders lang hinausgeschossen, ohne ausreichend Blätter zu entwickeln, sind diese ebenfalls zu entfernen. Dabei ist an einen Standortwechsel zu denken, da die Pflanze vermutlich zu dunkel stand.

Die richtige Pflege des Bubikopfes im Überblick

Pflegemaßnahme Erläuterung
Gießen ▶ Die Pflanzen besitzen einen ganzjährlich gleichbleibenden Feuchtigkeitsbedarf.
▶ Der Bubikopf darf nicht austrocknen.
▶ Dabei sollte immer von unten gegossen werden.
▶ Das verbleibende Gießwasser ist aus den Untersetzern zu entfernen.
Düngen ▶ Der Nährstoffbedarf der Pflanzen ist nicht allzu hoch.
▶ Um das Wachstum zu fördern, kann herkömmlicher Flüssigdünger verabreicht werden.
▶ Bubiköpfchen werden nur zwischen Herbst und Frühling gedüngt.
Schneiden ▶ Es ist jederzeit möglich, die Pflanze zu beschneiden.
▶ Ein Formschnitt erhält den kugeligen Wuchs oder bringt die Pflanze in jede gewünschte Form.
▶ Beim Pflegeschnitt werden welke oder zu lange Triebe entfernt.
▶ Ampelpflanzen müssen nicht beschnitten werden.

Welche Sorten von Bubiköpfchen gibt es?

Es gibt im herkömmlichen Sinne keine unterschiedlichen Arten des Bubikopfes. Alle Pflanzen gehören der Gattung Soleirolia soleirolii an. Allerdings sind mittlerweile einige Zuchtformen in den Handel gekommen, deren Blattfärbung sich unterscheidet:

✿ Aladatase – Die Blätter besitzen frisches Frühlingsgrün.
✿ Argentea – Die Blätter sind von einem silbrigen Schleier überzogen.
✿ Aurea – Bei dieser Zuchtform mischt sich etwas Gold unter das Blattgrün.

Blüht der Bubikopf?

Wenn es auch bei Zuchtformen eher selten vorkommt, es ist nicht ausgeschlossen, dass der Bubikopf bei guter Pflege Blüten hervorbringt. Die Blüten sind allerdings recht unscheinbar. An jedem Blütenstiel kann sich nur ein Blütenpaar entwickeln. Man muss also schon genau hinschauen, um die etwa stecknadelkopfgroßen weißen Blüten zu erkennen.

Es werden auch Früchte ausgebildet. Diese werden Achäne genannt und stellen eine Sonderform der Nüsse dar. Die bräunliche Minifrucht erreicht allerdings lediglich einen Durchmesser von 0,5 Zentimetern und lässt sich nur mit geübtem Auge im dichten Blattwerk ausmachen.

Schädlinge und Krankheiten am Bubikopf erkennen

Es handelt sich um sehr robuste Pflanzen. Zum Auftreten von Krankheiten kommt es daher nur selten. Auch Schädlingsbefall ist so gut wie ausgeschlossen. Gefährdet sind die Bubiköpfchen allein auf Grund falscher Pflege.

Staunässe

Das häufigste Problem und zugleich auch der häufigste Pflegefehler ist Staunässe. Durch falsches Gießverhalten werden die Blätter angegriffen und beginnen zu verkümmern. Die zarten Blätter dürfen nicht dauerhaft mit Wasser benetzt werden. Es ist also verkehrt, die Pflanze von oben zu gießen oder gar zu besprühen. Der Bubikopf gedeiht nur, wenn er von unten gegossen wird und stehendes Wasser regelmäßig aus den Pflanzgefäßen entfernt wird. Staunässe führt zur Wurzelfäule und die Pflanze ist meist nicht mehr zu retten.

Falscher Standort

Auch durch eine falsche Standortwahl kann die Pflanze kränkeln. Die Bubiköpfchen tolerieren Temperaturschwankungen sehr gut,vertragen jedoch keine pralle Sonne. Besonders die Mittagssonne am Blumenfester kann dazu führen, dass die Blätter regelrecht verbrennen. Allgemein ist auch ein Standort direkt über der Heizung für die Pflanze nicht optimal.

Geschwächte Pflanzen können hin und wieder von Blattläusen befallen werden. Blattläuse lassen sich schonend entfernen, in dem die Pflanze mit Schmierseifenlösung behandelt wird oder man sie mit lauwarmem Wasser abduscht.

➔ Tipp: Die Blätter müssen anschließend gut getrocknet werden, da die Pflanze keine nassen Blätter verträgt.

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