Bauernkaktus blüht nicht – Ursachen & Tipps für eine reiche Blüte

Die Blüten des Bauernkaktus sind eine wahre Zierde. Lassen die Kakteen aber auch nach Jahren die Blüte vermissen, sollten Sie nach Fehlern suchen.

Bauernkaktus blüht nicht
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Das Problem: Nicht immer lässt sich die Frage, warum der Bauernkaktus keine Blüten ausbildet, eindeutig klären. Wir haben hier aber mal ein paar Ursachen für das mögliche Ausbleiben der Blüte notiert. Und natürlich auch, wie Sie bei den Problematiken vorgehen können, um die Blüte von Kakteen zu fördern.

Wann blüht der Bauernkaktus?

Kugelkakteen blühen in der Regel früher als Säulenkakteen. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Während Kakteenliebhaber beim Schwiegermutterstuhl, wie der Kugelkaktus auch gerne genannt wird, erst nach 40 Jahren mit der ersten Blüte rechnen dürfen, zeigen sich die farbenfrohen Trompetenblüten des Bauernkaktus bereits nach drei Jahren. Die Blütenkelche sind nicht zu übersehen, denn sie können stolze Längen von bis zu 25 Zentimeter erreichen! Weiße, gelbe, orange oder rote Blüten sorgen dabei für eine außergewöhnliche Farbenpracht. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Kaktus zwar wächst und gedeiht, aber keine Blüten zum Vorschein kommen.

So können Sie die Blüte des Bauernkaktus begünstigen

Wird der Bauernkaktus entsprechend gepflegt, stehen die Chancen auf eine reiche Blüte günstig. Unter Berücksichtigung der Standortbedingungen und der kühlen Ruhephase im Winter kommt der Bauernkaktus meist zuverlässig zur Blüte. Nachfolgend nun ein paar Hinweise, wie Sie die Blüte des Bauernkaktus fördern können.

Auf ein frisches Substrat achten:

Wichtig ist, dass ausreichend frisches Substrat vorhanden ist, damit der Kaktus genügend Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Meist kann es auch helfen, den Bauernkaktus in ein größeres Pflanzgefäß mit ausreichend frischer Kakteenerde umzutopfen.

Bauernkakteen umtopfen:

Blüht der Bauernkaktus nicht und wächst auch ansonsten eher spärlich, kann es daran liegen, dass sich die Erde im Pflanztopf verbraucht hat. Kaufen Sie einen Bauernkaktus, steht er meist in einem verhältnismäßig kleinen Pflanzgefäß. Nach spätestens zwei Jahren sollten Sie ihn dann umtopfen. Da der Bauernkaktus erst im dritten Jahr zur Blüte kommt, bleibt ihm noch ausreichend Zeit, die Blütenknospen zu entwickeln. Hier das Umtopfen einmal Schritt für Schritt erklärt:

  1. Pflanzgefäß auswählen.
  2. Erde bereitstellen.
  3. Kaktus vorsichtig austopfen.
  4. Etwas Substrat in das neue Pflanzgefäß einfüllen.
  5. Kaktus mittig einsetzen.
  6. Übriges Substrat auffüllen.
  7. Erde gut andrücken.
  8. Kaktus leicht bewässern.
  9. Pflanzgefäß am alten Standort platzieren.

Am besten geeignet ist spezielles Kakteensubstrat. Um dieses etwas aufzulockern, können Sie die Erde mit ein wenig Sand vermischen. Doch der Kaktus erhält natürlich nicht nur neue Erde, sondern auch ein größeres Pflanzgefäß. Für die Blütenbildung ist es dabei immer von Vorteil, wenn genügend Substrat vorhanden ist. Wählen Sie daher den Pflanztopf etwa in doppelter Größe seines Vorgängers.

Tipp:
Damit die Stacheln nicht zur Verletzungsquelle werden, können Sie den Kaktus mit Zeitungspapier umwickeln und anschließend anfassen.

Den optimalen Standort finden:

Erhält der Bauernkaktus nicht genug Licht, wird er die Blüte vermutlich ebenfalls vermissen lassen. Denn ein heller und warmer Standort ist besonders wichtig für die Blütenbildung. Intensive Sonneneinstrahlung vertragen die Bauernkakteen dagegen weniger. Besonders vor praller Mittagssonne sollten Sie die Pflanze schützen.

Bauernkaktus richtig überwintern:

Steht der Bauernkaktus ganzjährlich im warmen Wohnzimmer und wird regelmäßig im Abstand von zwei Wochen gegossen, glauben viele Pflanzenfreunde, alles richtig gemacht zu haben. Tatsächlich scheint es dem Kaktus an nichts zu fehlen, außer an den Blüten. Im konstanten Klima bei Zimmertemperatur erlebt die Pflanze jedoch keinen Wechsel der Jahreszeiten und weiß folglich nicht, wann es eigentlich Zeit ist für die Blüte. Daher werden auch keine Anstrengungen für die Blütenbildung unternommen. Der Kaktus benötigt schließlich diese Ruhepause, um neue Kräfte zu sammeln und die Blütenbildung anzuregen. Wer sich also blühende Bauernkakteen wünscht, hält ein entsprechendes Winterquartier bereit und stellt die Bewässerung über die Wintermonate ein. Gehen Sie bei der Überwinterung einfach wie folgt vor:

Schritt 1:

Etwa ab Oktober ist es Zeit für den Umzug des Bauernkaktus in ein kühles und helles Winterquartier. Einige Wochen vorab sollten Sie den Bauernkaktus weniger gießen, damit die Erde beim Umzug bereits gut abgetrocknet ist und am neuen Standort nicht zu faulen beginnt. Zwischen November und März sollten Sie den Bauernkaktus dann gar nicht mehr gießen.

Schritt 2:

Im Winterquartier sind Temperaturen um zehn Grad optimal. Höher als 15 Grad sollte die Raumtemperatur nicht ausfallen. Der Bauernkaktus verträgt zwar auch im Winter theoretisch Zimmertemperatur, kommt unter diesen Bedingungen aber nur sehr selten zur Blüte.

Schritt 3:

Etwa Anfang März können Sie die Pflanzen wieder aus dem kühlen Standplatz holen. Dann sollten Sie sie leicht mit warmem, weichen Wasser abbrausen. Dies signalisiert das Ende der Winterruhe und motiviert die Pflanzen mit der Blütenbildung fortzufahren.

Schritt 4:

Anschließend platzieren Sie die Kakteen zunächst für etwa zwei Wochen an einem halbschattigen Fensterplatz. Danach dürfen die Bauernkakteen an ihren abgestammten Sonnenplatz umziehen und werden bald die ersten Blüten ausbilden.

Gießfehler vermeiden:

Beim Gießen des Bauernkaktus ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wer meint, vermehrt bewässern zu müssen, um die Blütenbildung anzuregen, täuscht sich. Der Wasserbedarf des Wüstenbewohners ist ausnehmend gering. Das Problem: Gießfehler verzeiht der Kaktus selten. Wird zu viel gegossen, ist meist Fäulnis die Folge und die Pflanzen sterben ab. Gegossen wird deshalb nur, wenn das Substrat auf der Oberfläche komplett abgetrocknet ist.

Zusammenfassung:

Methoden Erläuterung
Standort • hell und warm
• keine pralle Mittagssonne
Bewässerung • wenig gießen
• Erde muss angetrocknet sein
Umtopfen • Substrat nach zwei bis drei Jahren austauschen
• ausreichend Platz im Pflanzgefäß
Winterpause • zwischen November und März heller und kühler Standort
• bei 8 bis 15 Grad Bewässerung einstellen

Kranke Bauernkakteen blühen nicht

Brennflecken-Krankheit:

Häufig verhindern Krankheiten die Blüte. Beim Bauernkaktus kommt zum Beispiel vermehrt die Brennflecken-Krankheit vor. Diese erkennen Sie an bräunlichen, leicht eingesunkenen Flecken. Die befallenen Stellen werden hart und verkorken. Zusätzlich zeigt sich an den Rändern meist eine rotbraune Zeichnung.

Bei einem leichten Befall sollten Sie die kranken Pflanzenteile bis ins gesunde Gewebe herausschneiden. Pudern Sie die Wunde anschließend mit Holzkohlestaub aus. Bei einem stärkeren Befall kann hingegen ein Umpflanzen helfen. Im Sommer kann auch ein Standortwechsel ins Freie hilfreich sein.

Verkorkung:

Die Verkorkung von Kakteen gilt als eine typische Alterserscheinung. Als Ursache kommen auch eine falsche Düngung oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Winterquartier in Frage. Vermeiden Sie also diese beiden Auslöser.

Verbrennungen:

Wird der Bauernkaktus aus dem eher lichtarmen Winterquartier sofort der prallen Sonne ausgesetzt, kann es zu Verbrennungen der Epidermis kommen. Die Pflanzen sollten sich langsam an das Sonnenlicht gewöhnen und zunächst im Schatten platziert werden.

Knospenfall:

Unter ungünstigen Bedingungen kann es auch zum Vertrocknen und Abfallen der Blütenknospen kommen. Ursachen hierfür sind:

  • Nährstoffmangel
  • Trockenheit
  • Lufttrockenheit
  • Standortwechsel
  • Temperaturschwankungen

Wenn Sie die Ursache rechtzeitig erkennen und beheben, wird die Blütenbildung nicht lange auf sich warten lassen.

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